Ausstattungsvarianten und Zusatzfunktionen eines Wärmedämm-Verbundsystems

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Es sieht doch ganz einfach aus, das kann doch jeder: Die Dämmplatten an die Hauswand kleben, drüber streichen und fertig ist das Wärmedämm-Verbundsystem! Bei genauerem Hinsehen ist es jedoch ganz und gar nicht so einfach, denn nur eine professionell vorgenommene Dämmmaßnahme kann halten was sie verspricht: Senkung der Heizkosten, angenehmes Raumklima, einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz durch Reduzierung des CO2 Ausstoßes, optische Aufwertung und Wertsteigerung der Immobilie. Was wenige wissen: Ein modernes Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) hält eine Vielzahl an Ausstattungsvarianten bereit und bietet zahlreiche Zusatzfunktionen: Das eine muss man, das andere kann man! Und übrigens: Was hat ein Wärmedämm-Verbundsystem eigentlich mit Algen, Pilzen, Spechten, Bällen oder abgestellten Fahrrädern zu tun?

Von A wie Algen bis U wie Untergrund

Die Außendämmung oder Fassadendämmung stellt die am häufigsten durchgeführte Dämmmaßnahme an Gebäuden dar. Aspekte wie Untergrundbeschaffenheit, die richtige Wahl der Dämmplatten, Brand- und Schallschutz, Stossfestigkeit, Algen- und Pilzbefall sowie die abschließende Optik spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle.

Schon die Untergrundbeschaffenheit einer Fassade bestimmt ganz gravierend über den erfolgreichen Verlauf der weiteren Arbeiten und die Materialwahl. Entscheidend für die Befestigung und Standsicherheit eines WDVS ist es, einen ausreichenden Haftverbund zwischen Untergrund und Dämmplatten herzustellen. Dazu sind oftmals Vorarbeiten wie die Entfernung nicht tragfähiger Putze oder Altbeschichtungen, Reinigungsprozesse oder Grundierungen notwendig.

Nach Beendigung der Vorarbeiten stehen bei HECK MultiTherm für die Verklebung der Dämmplatten mineralische oder organische Kleber sowie Schaumkleber zur Verfügung. Als natürlicher Baustoff mit hervorragender Ökobilanz basiert der mineralische Kleber überwiegend auf anorganischen Rohstoffen, enthält keine gesundheitsgefährdenden Hilfs- oder Lösemittel und ist vollständig recyclebar. Organische Kleber und Schaumkleber sind verarbeitungsfertig. Diese kommen direkt auf Untergründen aus Mauerwerk oder Beton mit und ohne Verputz zur Anwendung.

Wärmedämm-Verbundsysteme können Leben retten

Die wärmedämmende Wirkung einer Dämmplatte ist abhängig von der Dicke und von der Qualität des Dämmstoffes. Das bei Fassadendämmungen am häufigsten eingesetzte Wärmedämm-Verbundsystem basiert auf Dämmplatten aus Polystyrol. Diese leicht zu verarbeitende, flexibel einsetzbare Variante ist FCKW-frei und kostengünstig und steht hinsichtlich ihrer Wärmeleitfähigkeit einer Dämmplatte aus Mineralwolle, hergestellt aus rein natürlichen Rohstoffen, in nichts nach. In Verbindung mit einem mineralischen Putzaufbau bieten jedoch nur WDVS auf Basis von Mineralwolle-Dämmplatten je nach Plattenstärke größtmöglichen Brandschutz und ein Maximum an Sicherheit. Auch wenn die Landesbauordnungen für Ein- bis Zweifamilienhäuser nicht die Baustoffklasse A2 (höchster Brandschutz) für ein WDVS vorschreibt, so bieten im Brandfall nur Dämmplatten aus Mineralwolle in Verbindung mit mineralischen Putzsystemen die Chance, ein brennendes Haus noch rechtzeitig zu verlassen.

Eine zusätzliche Armierungsschicht schützt vor ungebetenen Gästen, mechanischen Schäden und verbessert den Schallschutz. Eine Hausfassade bietet ideale Voraussetzungen für Algen- und Pilzbefall, denn Wasser und Licht reichen den meisten dieser Spezies als Lebensgrundlage aus. Feuchtigkeit auf der Fassade kann viele Ursachen haben: Fehlende Dachüberstände, Fensterbänke oder Brüstungen, Baufeuchte, schlechtes Diffusionsverhalten oder geringe Wärmespeicherung durch zu dünne Putze als materialspezifische Defizite. Auch standortabhängige Faktoren wie nahe Bäche, Seen oder Wälder spielen eine Rolle. Beim Anbringen eines HECK Wärmedämm-Verbundsystems erzielt der Hersteller durch eine zusätzliche oder dickere Armierungsschicht in Verbindung mit dicklagigen Oberputzen eine bessere Wärmespeicherung und ein verbessertes Feuchtemanagement. Auf einer trockenen Fassade finden die ungebetenen Gäste keinen Nährboden. Optimal algizid und fungizid ausgerüstete Farben und Putze sowie wasserabweisend beschichtete Oberflächen wirken ebenfalls gegen Algen- und Pilzbefall.

Eine zusätzliche Armierungsschicht wirkt auch bei Beschädigungen einer Fassade durch mechanische Beanspruchung wahre Wunder. Bälle, abgestellte Fahrräder oder Hagelschlag hinterlassen oftmals unschöne Spuren – das muss nicht sein. Das Plus an Armierung macht ein HECK Wärmedämm-Verbundsystem um 100 Prozent widerstandsfähiger und stoßfester äußeren Einflüssen gegenüber. Einer zweifach armierten Fassade kann sogar der Stoß mit einem scharfen Messer nichts anhaben. Und um noch einmal auf ungebetenen Besuch zurück zu kommen. Nur eine zusätzliche Armierungsschicht schützt wirksam gegen Spechtangriffe, die an hohl klingenden Wärmedämm-Verbundsystemen gern nach Nahrung suchen.

Eine Schicht mehr sorgt auch in Sachen Schallschutz für deutliche Verbesserungen. Mehr als die Hälfte aller Bundesbürger fühlen sich in ihrem Wohnumfeld durch Lärm belästigt, etwa 15 Prozent, das sind immerhin 12 Millionen Menschen, bezeichnen sich als stark eingeschränkt. Grundsätzlich können Dämmstoffe den Lärmpegel spürbar senken. Ein Wärmedämm-Verbundsystem, kombiniert mit einem möglichst schweren mineralischen Putzsystem, verbessert die Situation nachweisbar.

Optische Aufwertung

Die Fassade ist die Visitenkarte eines jeden Gebäudes. Bei allen energetischen Vorteilen, die ein WDVS bietet, ist die abschließende Oberflächenbeschichtung das optische i-Tüpfelchen. Von wegen „Wärmedämmung ist nicht schön!“ Ein mineralischer Oberputz beispielsweise bietet aufgrund unterschiedlicher Korngrößen zahlreiche Putzstrukturen, die zusammen mit einer individuellen Farbwahl einen fast unbegrenzten kreativen Gestaltungsspielraum erlauben. Organische Oberputze sind stark wasserabweisend, hoch elastisch und können in nahezu allen Fartönen eingefärbt werden. Mit dem Farbmischsystem CoRaMix ist jeder Farbton über viele Jahre verfügbar.

Auch keramische oder kunstharzgebundene Klinkerriemchen vertragen sich ausgezeichnet mit HECK Wärmedämm-Verbundsystemen. Bei bis zu 1500 Grad Celsius gebrannt, sind die Klinker so stark verdichtet, das sie über Jahrzehnte hinweg allen Witterungseinflüssen problemlos widerstehen.

Innenraum- und Kellerdeckendämmung

Trotzdem eine Außendämmung die am häufigsten durchgeführte Dämmmaßnahme darstellt, ist dies nicht immer die Lösung. Bei denkmalgeschützten Gebäuden, erhaltenswerten Fassaden aus Sichtmauerwerk, Fachwerk oder Naturstein kann eine energetische Sanierung mittels Außendämmung oftmals nicht ausgeführt werden. Alternativ bietet sich in diesen Fällen eine innenseitige Außenwanddämmung an. Auch hier gibt es eine Reihe innovativer und hochwirksamer Innendämmsysteme, die unterschiedlichsten Anforderungen gerecht werden.

Der Wärmeverlust in einem Gebäude erfolgt oftmals auch in Richtung unbeheizter Räume, so z. B. vom Erdgeschoss zum Keller, oder gelangt ungenutzt in das umgebende Erdreich. Eine Kellerdeckendämmung hilft hier Energie einzusparen.

Mit dem neuen „Kompendium“, einem kürzlich von der BASF Wall Systems veröffentlichten Nachschlagewerk mit allen Details zum Thema Wärmedämm-Verbundsysteme ist es möglich, unter Berücksichtigung aller genannten Kriterien und Gegebenheiten, sein individuelles WDVS zusammenzustellen. Das Kompendium bietet darüber hinaus vorab oder zwischendurch jedem Bauherren, Fachhändler, Verarbeiter oder Architekten und allen, die sich mit WDVS beschäftigen, einen unverzichtbaren Wegweiser durch die umfangreiche Welt der Wärmedämm-Verbundsysteme und liefert wertvolle Entscheidungshilfen. Bestellen sie sich ihr persönliches Exemplar ganz einfach unter: www.wall-systems.com. Die Außendienstmannschaft der BASF Wall Systems sowie die HECK MultiTherm Fachhändler halten das Handbuch ebenfalls bereit und helfen fachkompetent bei der erfolgreichen Umsetzung energetischer Sanierungsmaßnahmen.

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Bildtext: Das BASF Kompendium ist ein unverzichtbarer Wegweiser durch die WDVS-Welt und für Bauherren, Fachhändler, Verarbeiter und Architekten gleichermaßen informativ.

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Bildtext: Mit einer zusätzlichen oder dickeren Armierungsschicht erzielten HECK WDVS eine bessere Wärmespeicherung und verbessertes Feuchtemanagemet. Das verhindert Algen- und Pilzbefall, da den ungebetenen Gästen auf der trockenen Fassade der Nährboden entzogen wird.

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Bildtext: Deutlich widerstandsfähiger und stoßfester äußeren Einflüssen gegenüber – selbst scharfe Messer können doppelt armierten HECK WDVS-Fassaden nichts anhaben.

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Bildtext: Eine Kellerdeckendämmung verhindert den Wärmeverlust von beheizten hin zu unbeheizten Räumen und hilft so Energie zu sparen.