
10.11.2008

Die Notwendigkeit und die Vorteile energetischer Sanierungsmaßnahmen werden nach wie vor unterschätzt
Die Fakten sprechen für sich: Millionen von Bestands-Wohngebäuden in Deutschland bedürfen dringend einer energetischen Sanierung. Ohne wärmedämmende Maßnahmen können bis zu 70 Prozent der Energieverluste eines Gebäudes über die Außenhülle entweichen. In einem Haushalt schlägt der Bereich Raumwärme mit 76 Prozent des Energieverbrauches zu Buche (siehe Grafik). Dem stehen oftmals folgende Aussagen Betroffener gegenüber: Ein Wärmedämmverbundsystem für meine Hausfassade – das kann ich mir nicht leisten… Wärmedämmung erzeugt Schimmelpilzbefall in den Innenräumen… Ausgerechnet in Zeiten kontinuierlich steigender Energiepreise, sich ständig verschärfender Energiesparverordnungen, wie der schrittweisen Einführung des gesetzlich vorgeschriebenen Energieausweises, sind es die wärmedämmenden Maßnahmen, die auch nach über fünf Jahrzehnten erfolgreicher Anwendung immer wieder mit Vorurteilen behaftet sind, die zu weit verbreiteten Falschaussagen führen. Es ist mal wieder an der Zeit diese richtig zu stellen und gleichzeitig eine ganze Reihe von Vorteilen aufzuzeigen, die dem häufig verunsicherten Bauherrn und Besitzer von Bestandsgebäuden helfen sollen, sich rechtzeitig für eine fachgerecht ausgeführte Dämmmaßnahme zu entscheiden.
Die Behauptung, dass wärmegedämmte Fassaden die Ursache vermehrter Schimmelpilzbildung in den Innenräumen sind, ist bauphysikalisch ein Irrglaube. Im Gegenteil: Es ist erwiesen, dass alle WDV-Systeme mindestens so diffusionsoffen sind wie beispielsweise Holz und für hohe Wandinnentemperaturen sorgen, die die Voraussetzung für schimmelfreie Wände sind. Erwiesen ist auch, dass hauptsächlich falsches Lüftungsverhalten der Bewohner die Ursache für Schimmelpilzbefall ist. Gerade in Zeiten sehr hoher Energiekosten neigen Bewohner dazu, wenig zu heizen und dementsprechend wenig zu lüften, damit die Wohnung nicht auskühlt. In den Räumen entsteht eine zu hohe Luftfeuchtigkeit – Wohlfühlklima für Schimmelpilze, aber nicht für die Bewohner! In einem mit Wärmedämmverbundsystem ausgestatteten Gebäude kühlen die nach außen stehenden Innenwand-Oberflächen kaum ab und im Sommer überhitzen die Räume nicht.
Alles wird teurer, besonders die Energiepreise steigen kontinuierlich, da bleibt kein Geld für größere Ausgaben. Dies ist ein weit verbreitetes Argument gegen den Einbau eines Wärmedämmverbundsystems – auf den ersten Blick verständlich, aber zu kurzsichtig betrachtet. Auch wenn wir uns an momentan fallenden Energiepreisen aufgrund der weltweiten Rezessionsängste erfreuen, wird der Ölpreis seine Fahrt nach oben kurz- bis mittelfristig wieder aufnehmen.
Natürlich darf die Ausgabenseite nicht unbeachtet bleiben. Dadurch jedoch, dass sich die Politik ehrgeizige Ziele in Sachen Klimaschutz gesetzt hat, profitieren Bauherren und Hausbesitzer in nicht unerheblichem Maße von zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen, vergeben beispielsweise von der KfW-Förderbank. Der Zeitraum, in dem sich eine Fassadendämmung amortisiert, wird damit deutlich verkürzt und berechenbarer. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern ist auch ein wichtiger Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Sind die Anschaffungskosten erst getilgt, sind die finanziellen Vorteile einer solchen Investition unschlagbar. Bei rechtzeitiger energetischer Sanierung ist es sogar möglich, sich eine so genannte „Energiesparrente“ zu schaffen und langfristig zu profitieren.
Dazu ein einfaches Rechenbeispiel:
Eine zusätzliche Investition in ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) in Höhe von 7.500 € kann sich bereits ab dem 5. Jahr rechnen.
Sanierung mit Wärmedämmverbundsystem | Sanierung ohne Wärmedämmverbundsystem |
Jährliche Einsparung an Heizenergiekosten: +1.500 € 1.Jahr +1.500 € | Jährliche Mehrkosten für Heizenergie: 1.Jahr -1.500 € |
Ersparnis in 5 Jahren: Nach bereits 5 Jahren haben sich die Mehrkosten für ein Wärmedämmverbundsystem amortisiert.
Gewinn in 40 Jahren: Dieser Gewinn kann sich bei steigenden Energiekosten noch erhöhen. | Verlust in 5 Jahren: Das nicht eingesetzte Kapital hat sich durch Mehrkosten für Heizenergie aufgebraucht.
Dieser Verlust kann bei steigenden Energiekosten noch größer werden. |
Das Verfahren der Ökoeffizienz-Analyse aus dem Hause BASF SE (The Chemical Company) wurde vom TÜV Rheinland, Berlin und Brandenburg zertifiziert. Das Ergebnis der Studie: Allein durch die Dämmung der Außenwände verringert sich der CO² - Ausstoß um fast 40 Prozent. Hinzu kommt, dass der Energieverbrauch von 21 Litern pro Quadratmeter auf 13 Liter gesenkt werden kann. Somit ist eine Einsparung von ca. 40 Prozent der Energie ausschließlich durch eine Dämmung der Fassade möglich. Durch weitere Sanierungsmaßnahmen, wie z. B. Erneuerung der Heizungsanlage, Dachisolierung und Erneuerung der Fenster, ergeben sich zusätzliche Einsparungspotenziale bis hin zu 70 Prozent.
Die Dämmung einer Hausfassade bedeutet nicht zuletzt auch eine optische Aufwertung des Gebäudes. An den frisch gedämmten Fassadenflächen sind den Ideen der Bauherren oder Hausbesitzer hinsichtlich Farbgestaltung oder Putzvariationen kaum Grenzen gesetzt. Ob Alt- oder Neubau, der Untergrund aus Ziegel, Kalksandstein, Beton oder Putz, ob mit größeren Untergrundunebenheiten, Salz- und Feuchteschäden, mit Dispersionsanstrich oder Kunstharzputz beschichtet, HECK MultiTherm bietet immer die passende Problemlösung an. Unter Berücksichtigung aller genannten Faktoren stellt eine ausreichend gedämmte Fassade für jeden Hausbesitzer eine konstante oder gar steigende Wertanlage dar.
Weitere Informationen sowie einen Energiesparrechner mit dem Sie Ihr Haus und dessen Einsparrpotential nach einer Wärmedämmmaßnahme sehen, finden sie unter: www.colfirmit.de
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